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Konflikte sind die wichtigsten Beziehungsangebote - Drei Tipps zum Umgang mit Konflikten.



Vor Kurzem begleiteten wir einen Workshop. Zum Einstieg fragten wir die Führungskräfte, was für sie ein gutes Team auszeichnet. Die Antworten überraschten uns wenig: “Harmonie”, “gute Stimmung” oder “keine Konflikte”.

Das zeigte uns mal wieder: Wir Menschen mögen Konflikte nicht und glauben, sie seien etwas Schlechtes.


Doch Konflikte sind eines der besten Beziehungsangebote, dass wir uns machen können. Das erleben wir auch in unseren privaten Beziehungen. Es sind die Menschen, die uns besonders wichtig sind und mit denen wir etwas aufbauen wollen, mit denen wir am intensivsten streiten. Das zeigt, dass wir involviert und engagiert sind. Es zeigt, dass wir uns nicht egal sind.


Nicht die Abwesenheit von Konflikten macht uns also erfolgreich, sondern wie wir mit ihnen umgehen.


Wie du als Führungskraft Konflikte wirksam angehen kannst, zeigen dir unsere drei Hacks der Woche:


1. Reflexion - Die Perspektive wechseln.


Wir haben das Problem nicht mit der Person, sondern damit, was sie in uns auslöst. Der häufigste Grund für Konflikte sind immerhin verletzte Werte. Unsere Konflikte haben deshalb mehr mit uns selbst zu tun, als mit anderen. Also müssen wir bei uns anfangen. Mit unserem CARE-Modell kannst du Konflikte aus einer anderen Perspektive betrachten. CARE ist ein Akronym und setzt sich aus den ersten Buchstaben der vier Schritte zusammen.


Hier sind sie:

  • Change:  Was kann ich konkret tun, um mit dem Gefühl anders umzugehen?

  • Analyse:  Was stört mich an der anderen Person und warum?

  • Reframe: Was an dem Verhalten der anderen Person ist gut?

  • Empathize: Was stört die andere Person an meinem Verhalten?


2. Kommunikation - Unsere Bedürfnisse äußern.


Durch Schweigen oder Vorwürfe werden Konflikte nicht gelöst, sie erkalten. Irgendwann weiß niemand mehr, was der Grund für den Streit war, noch was eine Lösung sein könnte. Sprecht miteinander. Aber nicht über Anschuldigungen oder Erwartungen, sondern über eure Bedürfnisse. Weniger „Du hast“ und mehr „Was brauchst du?“.


Ein guter Reminder ist das Harvard-Prinzip für Verhandlungen. Es besagt, dass beide Seiten ihre Interessen offenlegen sollten, um den Verhandlungsspielraum zu erweitern. Man vergrößert den Kuchen durch das Verständnis für die andere Seite, bevor man ihn teilt. Und auch bei Konflikten entstehen auf diese Weise ganz neue Lösungsräume.


3. Personifizierung - Der Konflikt ist etwas Eigenes.


Wenn wir streiten, überstrahlt der Konflikt die ganze Person. Doch er ist nur ein kleiner Teil der Beziehung. Macht euch immer wieder klar, dass ihr kein Problem mit euch als Menschen habt, sondern dass der Konflikt ein eigenes Etwas ist, das zwischen euch steht und das es gemeinsam aus dem Weg zu räumen gilt.


Konflikte sind der Vorbote für gemeinsame Entwicklung. Wer sie meistert, lernt viel über sich, andere und die Beziehung dazwischen.


We create leadership that matters – together!


Karin & Benjamin von coeffect

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