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Mit diesen drei Tipps zeigst du als Führungskraft das richtige Mitgefühl.



Mitgefühl ist eine Voraussetzung für wirksame Führung


Teamprozesse stecken voller Emotionen. Erst kürzlich haben wir ein Team in einer herausfordernden Phase begleitet und ein Teammitglied brach in Tränen aus.

Für uns sind sichtbare Gefühle ein wichtiges Zeichen für die gemeinsame Entwicklung. In dem Fall nicht für die Führungskraft: sie sprang auf und begann hektisch zu trösten, um die Gefühle schnellstmöglich zu beenden. Es fiel daraufhin dem gesamten Team schwer, die Situation zu ertragen. Das Teammitglied tat auf einmal allen leid.


Solche Situationen beobachten wir häufig. Viele Menschen halten Tränen, Trauer oder Enttäuschung kaum aus. Doch gerade in der Führung ist der richtige Umgang mit Emotionen eine wichtige Schlüsselkompetenz, denn sie helfen uns, uns gemeinsam weiterzuentwickeln und tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Hier erfährst du, wie du einen konstruktiven Umgang mit Emotionen findest:


1. Es tut mir leid - Mitleid und Mitgefühl unterscheiden


Wir versuchen mitfühlend zu sein, haben aber oft Mitleid. Mitleid sagt: “Du tust mir leid“. Mit vorschnellem Trösten, toxischer Positivität oder beklemmtem Wegschauen zeigen wir: die Situation ist uns unangenehm. Doch wenn wir Gefühle schnell wegwischen, dann beenden wir den Diskurs und schließen den Entwicklungsraum. Was zurückbleibt, ist Scham und Unausgesprochenes.


Mitgefühl sagt hingegen: “Es tut mir leid”. Indem wir zuhören und Emotionen zulassen, können wir verstehen, was die andere Person bewegt. Wir signalisieren ihr, dass ihre Gefühle da sein dürfen und ihr Umgang damit wahre Stärke zeigt. Mitgefühl fördert psychologische Sicherheit und Augenhöhe.


2. Es ist okay - Emotionen Raum geben


Emotionen anderer aus eigenem Unbehagen beenden zu wollen, ist vor allem eines: übergriffig. Als Führungskraft kannst du damit ein Team nicht nur verunsichern, sondern sogar traumatisieren, weil Gefühle verletzt oder missachtet werden. Wir glauben oft, andere brauchen ganz viel von uns, wenn es ihnen nicht gut geht. Dabei ist es meist besser, möglichst wenig zu tun.


Hier hilft unsere 3L-Methode: Look, Listen, Learn: Halte Augenkontakt, statt betreten wegzusehen, höre zu, statt die Situation zu beenden und verstehe, was die Emotion auslöst, statt schnelle Fröhlichkeit zu erzwingen. Diese Methode hilft dir, den Raum für Gefühle mit Ruhe und Stabilität zu halten.


3. Es ist ganz normal - Den Trigger identifizieren


Weinen sollte für uns genau so normal sein, wie Lachen. Wenn wir merken, dass wir bei der Konfrontation mit bestimmten Emotionen Unbehagen oder Stress empfinden, dann sollten wir dem auf den Grund gehen. Sonst übertragen wir innere Konflikte immer auf unsere Mitarbeitenden.


Frage dich: Was fühle ich, wenn jemand sich nicht gut fühlt? Wann habe ich das schon mal erlebt? Und wenn du das nächste Mal mit Emotionen konfrontiert wirst, fokussiere dich auf die andere Person und ihre Bedürfnisse, statt auf dein Unbehagen. Was braucht sie gerade? Fragen wie: „Was kann ich für dich tun?“ oder „Wie kann ich dich unterstützen?“ helfen dir dabei.


Am Umgang mit den Emotionen anderer können wir gut arbeiten. Genau das haben wir in dem Team dann auch getan.


We create leadership that matters – together!


Karin & Benjamin von coeffect

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